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Deutsche
haben mehr Lust am Reisen
noa.
BERLIN, 14. März. Die Deutschen gehen mit einer leicht steigenden
Reiselust in das Jahr. Dies geht aus einer Studie der Forschungsgemeinschaft
Urlaub und Reisen (FUR) hervor. Etwa 69 Prozent der Befragten
(67 Prozent im Vorjahr) wollten 2004 wahrscheinlich verreisen,
teilte die FUR auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in
Berlin mit. Grundlage ist eine Befragung von rund 8000 deutschen
Bürgern im Januar. "Im Augenblick ist der gesamte Markt durch
Stabilität des Volumens gekennzeichnet", sagte Geschäftsführer
Peter Aderhold. Eine Prognose für das Gesamtjahr sei derzeit allerdings
noch nicht möglich. Die wirtschaftliche Lage werde von den Bundesbürgern
indes genauso schlecht beurteilt wie noch vor einem Jahr. Im vergangenen
Jahr haben nach FUR-Angaben knapp 50 Millionen Bundesbürger eine
Reise von mehr als 5 Tagen Dauer unternommen, eine Million mehr
als 2002. Daß große Touristikkonzerne wie TUI oder Thomas Cook
gerade in Deutschland empfindliche Einbußen erlitten haben, führte
Aderhold auf den rückläufigen Anteil an klassischen Flugpauschalreisen
zurück. Außerdem haben der Studie zufolge auch die Billigfluggesellschaften
den Reiseveranstaltern einiges an Geschäft weggenommen. Denn 2003
nutzten 4,2 Millionen Fluggäste die Angebote der Niedriganbieter,
doppelt so viele wie im Jahr zuvor. In den nächsten drei Jahren
würden gut 20 Prozent der Deutschen eine Billigflugreise planen,
ermittelte die Forschungsgemeinschaft. Für gut 17 Prozent der
Reisenden sei ein Billigflug kombiniert mit einer selbstgebuchten
Unterkunft gar eine ernsthafte Alternative zu einer Pauschalreise.
Deutschland selbst bleibt das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen;
der Marktanteil stieg um gut 2 Prozentpunkte auf 32,6 Prozent.
Unter den ausländischen Urlaubsgebieten rangierten die Mittelmeerländer
mit einem Marktanteil von insgesamt 35 Prozent vorne, allerdings
mit einem leichten Minus. Spanien war auch 2003 das bevorzugte
Auslandsreiseziel der Deutschen mit einem Marktanteil von 12,7
Prozent. Wie sich die Anschläge von Madrid auswirkten, sei noch
offen, sagte Aderhold.
Artikel
erschienen am 15.3.2004 - Frankfurter
Allgemeine Zeitung
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