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Ausländische
Gäste entsetzt: "Ein Getränk in der Flasche kostet vier Euro,
in Deutschland die Hälfte." Nur die italienischen Gäste sind an
diese Preise gewöhnt
Wie teuer Italien ist
Ein
Wort von den Touristen
Teuer.
Eigentlich noch mehr. Sehr teuer. Die ausländischen Gäste
sind entsetzt: Italien schröpft ihre finanziellen Mittel.
Bier, Panini, Pizzen, Kleidung und Souvenirs: ihrer Meinung nach
ist alles zu teuer. Die italienischen Gäste dagegen nehmen
es gelassen hin, sind sie doch inzwischen an die Preisanstiege
der letzten Jahre gewöhnt. So sehr, dass einige römische
Gäste gedacht hätten, dass die Preise in Verona noch
höher seien. "Es ist sehr schwierig, seinen Urlaub in
Italien zu verbringen", kommentiert Sabrina Berkig aus Heinsberg,
Deutschland. "Ich bin seit drei Tagen hier und habe schon
ausgegeben, was ich für eine Woche eingeplant hatte. Setzt
man sich an ein Tischchen in einem Café, um etwas zu trinken,
kostet das schon drei Euro - mehr als in Deutschland." "Genau",
sagt einer ihrer Reisebegleiter Kevin Hinzen, "sehen sie
diese Cola-Flasche? Sie hat vier Euro gekostet. In Deutschland
würde sie 1,50 Euro kosten." "Und essen gehen?",
schaltet sich Dominique Moran ein, "Für vier Lasagne
und drei Getränke haben wir 35 Euro gezahlt. Zu viel."
Negativ überrascht sind auch die Spanier. "Die Preise
sind sehr hoch", sagt Alberto Sasà aus Barcelona.
"Alles kostet zu viel. Ich war auch in Venedig. Was für
Preise! Da ist es in Spanien besser." Das findet auch Carla
Valls, auch sie Spanierin. "Ich hätte nicht gedacht,
dass Italien so teuer ist. Ich frage mich, wie die Italiener es
schaffen. Ich glaube nicht, dass alle Italiener ein so hohes Gehalt
haben." Überrascht ist auch Lorenza Ruiz aus einem Ort
nahe Barcelona: "Ich habe versucht, so sparsam wie möglich
zu sein, indem ich es vermieden habe, Getränke im Café
zu bestellen, aber man gibt ebenso viel aus, wenn man nur eine
Büchse kauft und sie auf der Straße trinkt."
Nellissen Jamgard aus Köln gibt an, soeben aus einer Parfümerie
zu kommen und keine großen Preisunterschiede festgestellt
zu haben. "Parfums beispielsweise kosten genauso viel wie
in Deutschland. Einen großen Unterschied dagegen habe ich
bei Getränken und Lebensmitteln festgestellt. Essen zu gehen
kostet wirklich sehr viel hier. Ich weiß nicht, wie Familien
es schaffen hier zu leben."
Davide Picistrelli, Römer, hat kein Problem damit. "Die
Preise sind hier ähnlich wie in Rom", bemerkt er, "den
einzigen Unterschied merke ich in Bars und Restaurants: die in
den touristischen Zentren sind teurer." Positiv überrascht
dagegen äußerten sich Elena Alfarano und Vincenzo Dell'Arme:
"Wir dachten, dass die Preise noch höher seien. In Rom
sagt man immer, im Norden sei alles viel teurer."
Deutsche
Übersetzung des Artikels aus L'Arena vom 18.6.2004 - L'
Arena
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