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Touristik Report

Italienische Übersetzung

Das Süd-Nord-Gefälle in Italien
Dramatische Buchungseinbrüche in Norditalien

Veranstalter/Enit. Italien ist zwar kein klassisches Pauschalreiseziel, hatte aber bei den Veranstaltern über Jahre gute Zuwächse. 2004 hat sich der Trend verändert. Dem anhaltenden Hoch im Süden standen dramatische Buchungseinbrüche in Norditalien gegenüber.

So hatte sich Enit-Direktor Italo Somarriello seine gemeinsame Pressekonferenz mit den Italien-Experten der wichtigsten deutschen Veranstalter wohl nicht vorgestellt. Denn die Vertreter der Reiseunternehmen nutzten die Gelegenheit, um dem Deutschland-Chef des Italienischen Fremdenverkehrsamts unverblümt die Meinung zu sagen. Dabei musste auch der Enit-Direktor einräumen, dass Italien im vorigen Jahr bei den deutschen Urlaubern kein Renner war. Deren Zahl sank laut Somarriello um geschätzte acht Prozent auf unter neun Millionen. Die Anzahl der Übernachtungen der Deutschen reduzierte sich sogar um etwa zehn Prozent auf rund 45 Millionen. Die Gründe dafür sieht der Enit-Werber "vor allem in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland".

Schon bei der Ursachenforschung waren die Veranstaltervertreter anderer Meinung. Sie kritisierten alle das schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis in den italienischen Ferienregionen, die viel zu hohen Nebenkosten und die oft veralteten Unterkünfte. "Zudem haben wir den Eindruck, dass die Probleme von unseren italienischen Kollegen nicht erkannt oder sogar heruntergespielt werden", wetterte Dertour-Produktleiter Dietmar Malcherek.

Dabei waren die Italien-Zahlen, die die Veranstalter der Enit für 2004 meldeten, nicht einmal besonders dramatisch: TUI hatte plus drei Prozent, Neckermann Reisen minus vier Prozent, Dertour plus elf Prozent, Olimar minus elf Prozent und Studiosus plus fünf Prozent. Der Bustourismus, so dessen Vertreter, der RDA-Vizepräsident Konrad Behringer, habe sich genauso unterschiedlich entwickelt: Rückgänge beim Ferienzielverkehr und bei den Städtereisen, Zuwächse bei den Rundreisen im Norden. Besonders im Städtetourismus spüre die Busbranche die Konkurrenz der Billigflieger.

Der Rest der Branche hat dagegen vom starken Low-Cost-Flugangebot nach Italien profitiert. Der Anteil der Städtereisenden, die das Landarrangement mit Billigflug kombinieren, steige rasant, waren sich die Nichtbustouristiker einig. Nur so komme auch das gute Dertour-Ergebnis zustande, räumte Vertreter Malcherek ein. Ebenfalls bei allen Großveranstaltern ausgeprägt: Der vorwiegend per Fluganreise besuchte Süden Italiens hatte eine positive Entwicklung, der von den Autourlaubern bevorzugte Norden dagegen Buchungsrückgänge. Sollten die Low-Cost-Carrier ihr Italienengagement irgendwann einschränken, so fürchten die Veranstalter, werde die Krise garantiert auch auf den Süden übergreifen. "Denn was die Partner in ganz Italien an Preiszugeständnissen und Qualitätsverbesserungen unternommen haben, reicht längst nicht aus, um auf Dauer Erfolg zu haben", sagte Dertour-Manager Malcherek.

Luxus Familienurlaub. Einig waren sich die Großveranstalter zudem, dass immer weniger Familienurlauber das Reiseziel Italien auswählen. "Familien mit Kindern können sich den Luxus Italienurlaub praktisch nicht mehr leisten", so TUI-Experte Björn Johannsohn. Zumal das italienische Ferienwohnungsangebot von den Reiseunternehmen als besonders überaltert und überteuert kritisiert wird. Bei Dertour, so Dietmar Malcherek, führe Italien sogar die Reklamationsliste an: "Viele Ferienhäuser haben schlechte Qualität, einige Hotels Servicemängel." Kritik an ihrer Leistung, so ergänzte TUI-Manager Johannsohn, würden italienische Partner gerne mit Verweisen auf die einzigartige Kultur im Lande überspielen. "Was sie meistens völlig ignorieren, ist die Tatsache, dass sie mit anderen Mittelmeerdestinationen wie Türkei, Spanien oder Ägypten im Wettbewerb stehen", sagte Johannsohn.

Immerhin bestätigte auch der Enit-Direktor, der aufgrund der massiven Veranstalter-Kritik immer sprachloser wurde, das ausgeprägte Süd-Nord-Gefälle im Italien-Tourismus. So hätten südliche Urlaubsregionen wie Sizilien, Kalabrien, Apulien, Sardinien und das Latinum im deutschen Markt hohe, teilweise sogar zweistellige Gästezuwächse erzielt. Demgegenüber hätten die Adriaküste und die oberitalienischen Seen deutsche Gäste verloren. Eindeutiger Verlierer des vorigen Jahres, das räumte auch Somarriello ein, war aber die einst bei den Deutschen so beliebte Toskana: "Da hatten wir Rückgänge von zwölf Prozent, womöglich sogar mehr." Bei Olimar seien es 20 Prozent gewesen, präzisierte deren Vertreter Oliver Zahn.

Für den Sommer 2005 sehen die Veranstalter bislang keine Trendwende. "Süditalien hat wieder positive Zahlen, aber die Probleme im Norden halten gleichfalls an", berichtete TUI-Manager Johannsohn. Und auch Neckermann-Kollege Jochen Eichhorn bestätigte: "Die Nachfrage nach Ferienwohnungen im Norden bleibt schlecht."

Natürlich werde man sich die Veranstalterkritik zu Herzen nehmen, kündigte Enit-Direktor Somarriello an. Allerdings warnte er auch davor, von den italienischen Leistungsträgern zu erwarten, dass diese ihre Produkte jetzt denen der Mitbewerber aus der Türkei oder Spanien anpassen. "Denn dann wären wir absolut auswechselbar." Italienurlaub, das sei mehr als Sonne, Strand und All inclusive. "Für uns hat der Kulturtourismus eine überragende Bedeutung", so Somarriello. Dafür sei viel getan worden, Italien sei bei Studiosus im Aufwind, bestätigte Produktmanager Hans-Dieter Lohneis.

Allen Insidern des Italientourismus ist auch klar, dass das mit der Euroumstellung zu teuer gewordene italienische Gastgewerbe nie zu den Billiganbietern zählen kann. "Wir wären doch schon froh, wenn die unser deutsches Niveau halten würden", versicherte Oliver Zahn von Olimar. Wbk

Erschienen am 27. Januar 2005 in TOURISTIK report 2/05 - Touristik report

Italienische Übersetzung

Diversità fra sud e nord dell'Italia
Cali drammatici nelle prenotazioni registrate nelle località turistiche dell'Italia settentrionale

Conferenza ENIT: L'Italia non è la classica meta per viaggi tutto compreso; ciò nonostante, per anni si erano registrati buoni incrementi nel settore. Questa tendenza ha però subito un cambiamento nel 2004. Mentre il sud ha mantenuto le proprie quote, al nord si è registrato un calo drammatico delle prenotazioni.

Italo Somarriello, direttore di ENIT, sicuramente non immaginava l'esito della conferenza stampa organizzata assieme ai conoscitori dell'Italia dei maggiori tour operator tedeschi. I rappresentanti delle agenzie viaggi hanno colto l'occasione per esprimere al responsabile ENIT in Germania il loro parere senza mezzi termini. Ed il direttore di ENIT ha dovuto ammettere che l'anno scorso l'Italia non è stata fra i paesi preferiti dai turisti tedeschi. Il numero dei pernottamenti prenotati dai tedeschi è addirittura calato di un 10% circa, raggiungendo i 45 milioni circa. Il rappresentante di ENIT trova il motivo di tale calo "soprattutto nella difficile situazione economica che sta attraversando la Germania".

I rappresentanti dei vari tour operator erano però di altro parere anche per quanto riguarda le motivazioni. Tutti hanno criticato il pessimo rapporto prezzo-prestazione nelle varie regioni turistiche italiane, i costi aggiuntivi troppo alti e gli alloggi spesso obsoleti. "Abbiamo inoltre l'impressione che i colleghi italiani non riconoscano o addirittura sminuiscano i problemi esistenti", ha affermato con forza Dietmar Malcherek, responsabile della produzione presso la Dertour.

Di contro, i dati presentati da ENIT per il 2004 non erano poi così drammatici. La TUI aveva registrato un 3% in più, Neckermann Reisen 4% in meno, Dertour 11% in più, Olimar meno 11% e Studiosus un 5% in più. Anche i viaggi in pullman hanno registrato una tendenza variabile, ha affermato il rappresentante del settore, Konrad Behringer: vi sono stati dei cali nei trasporti verso le località scelte per la vacanza e nei viaggi in città turistiche, incrementi invece nei viaggi organizzati attraverso l'Italia settentrionale. Nei viaggi verso le città turistiche il settore risente in particolar modo della concorrenza dei voli a basso prezzo.

Il restante settore ha invece approfittato delle forti offerte "low-cost" verso l'Italia. Gli esperti del settore si sono trovati d'accordo nell'affermare che sta aumentando vertiginosamente la quota dei turisti verso le città che scelgono i voli a basso costo per arrivarci. Ed è in questa formula che sta il successo dalla Dertour, ha affermato Malcherek. Un altro fattore assai preminente in tutte le grandi agenzie: i voli verso l'Italia meridionale hanno registrato uno sviluppo positivo, mentre nella parte settentrionale, normalmente raggiunta dai turisti in automobile, si è avuto un calo nelle prenotazioni. Nel momento in cui coloro che puntano sulle offerte low-cost preferiranno un po' meno l'Italia, allora - così dicono gli organizzatori - la crisi si allargherà anche al sud. "Tutto ciò che le controparti italiane hanno fatto in merito a riduzione dei prezzi e miglioramento della qualità non è sufficiente a garantire un successo durevole", è il parere di Malcherek, manager della Deltour.

Vacanze lussuose per una famiglia: I grandi tour operator hanno condiviso il parere che sempre meno famiglie scelgono l'Italia per le loro vacanze. "Famiglie con bambini non possono più permettersi il lusso di una vacanza in Italia", ha affermato Bjoern Johannsohn della TUI. Anche perché le case per le vacanze vengono definite dagli esperti del settore come obsolete e troppo care. Secondo Dietmar Malcherek della Dertour, l'Italia è al primo posto nella lista dei reclami: "Molte case sono di qualità scadente e in alcuni alberghi il servizio lascia a desiderare". I partner italiani ignorano spesso le critiche che riguardano le prestazioni, dice Johannsohn della TUI, anteponendo ai fatti il fattore della ricca offerta culturale del paese. "Spesso ignorano del tutto", continua Johannsohn, "che di fatto il turista fa il confronto con altri concorrenti come la Turchia, la Spagna e l'Egitto".

Rimasto quasi senza parole di fronte alle critiche massicce dei tour operator, il responsabile ENIT ha dovuto ammettere la diversità fra sud e nord nel settore turistico italiano, visto che regioni turistiche come la Sicilia, Calabria, Puglia, Sardegna ed il Lazio hanno in parte registrato dei notevoli incrementi di turisti tedeschi. La costa adriatica ed i laghi nella parte settentrionale del paese hanno invece perso questi ospiti. Somarriello ha ammesso che l'anno scoro una perdita netta è stata registrata dalla Toscana, tempo addietro meta preferita dei turisti d'oltralpe: "Abbiamo registrato dei cali del 12%, in alcune zone anche di più". Olimar ha perso il 20% in questa regione, ha affermato Oliver Zahn.

Non si prevedono svolte di tendenza per l'estate del 2005. "L'Italia meridionale registra dei dati positivi, mentre al nord rimangono i problemi", ha affermato Johannsohn, manager della TUI. A questa constatazione il collega della Neckermann ha aggiunto che "pessima è la richiesta di case per le vacanze nelle regioni settentrionali".

Il responsabile ENIT ha affermato che l'ente prenderà a cuore le critiche avanzate dagli esperti. Di contro ha avvertito che ai partner italiani non si potrà chiedere di adeguare la propria offerta a quella dei concorrenti turchi o spagnoli, perché "in quel caso saremmo completamente intercambiabili". Una vacanza in Italia non offre solamente sole, spiaggia e prezzi "all inclusive". "Per noi il turismo culturale ha un'importanza predominante", così Somarriello. Si è fatto molto in questa direzione, ha affermato Hans-Dieter Lohneis, manager della Studiosus,visto che nella sua agenzia l'Italia è in ripresa.

Agli "insider" del turismo verso l'Italia è chiaro che il settore turistico italiano, troppo caro dopo l'introduzione dell'EUR, non potrà mai far parte dei paesi con offerte a bassi prezzi. "Saremmo già contenti se mantenessero i nostri livelli tedeschi", ha assicurato Oliver Zahn della Olimar.

Articolo pubblicato su Touristik report 2/05 il 27.1.2005 - Touristik report


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